Garten & Natur

Mein Hummelnistkasten – ich gebe nicht auf

Im Dezember 2017 hatte das Christkind mir einen sehnlichen Wunsch erfüllt und einen Hummelkasten gebracht.

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Da mein Liebster nicht damit einverstanden ist, dass ich ein Volk Honigbienen auf unserem Grundstück betüdele, habe ich mir die Wildbienen als Alternative auserkoren.

So kam ich also zu meinem Hummelkasten. Ich habe ihn nach Anleitung ausgerüstet, im Frühjahr 2018 aufgestellt und es geschah – nichts.

Auch die suchenden Hummelköniginnen, die ich mittels aktiver Besiedelung zu ihrem Glück zwingen wollte, hielten nichts von meinem 5 Sterne Resort. Auch Standortwechsel des Kastens brachten nichts.

An einem milden Fühsommer-Abend bemerkte ich allerdings, dass sich etwas in den Kuschelsachen meiner Meerschweinchen rührte. Ich hatte diese auf die Terasse gebracht, weil ich sie vor dem Waschen ausbürsten wollte um Staub, Haare, Heu und Schmutz zu entfernen.

Tatsächlich hatte sich in einer der Kuschelhöhlen eine Steinhummelkönigin eingenistet und schon mit dem Nestbau begonnen. Leider eben überhaupt nicht da, wo ich sie haben wollte und „Katzensicherheit“ gewährleistet wäre… Ich versuchte sie behutsam in meine Deluxe-Hummelunterkunft umzusiedeln, aber auch sie wollte nicht bleiben.

Damit hatte ich die aktive Besiedelung meines Hummelkastens frustriert aufgegeben und wollte es im nächsten Jahr wieder versuchen.

So, nun ist es schon wieder soweit, 2019 ist da und ich grübele über meinem ungenutzten Hummelkasten. Hummeln nisten gerne in alten Mäusehöhlen, kann man lesen… Mäuse… Meerschweinchen… alles Nagetiere. Die Kuschelhöhlen werden von den Schweichen gut genutzt und dementsprechend ordentlich vollgepieselt. Es ist also davon auszugehen, dass es für die feinen „Hummelnasen“ alles schön nach Nagetier gerochen hat. Ist das der Grund, warum sich die Hummel einnisten wollte? Der Geruch? Ich weiß es nicht, möchte es in diesem Jahr aber mal probieren. Daher werde ich statt „frischen“ Sägespänen, vollgepieselte aber getrockenete verwenden. Davon fallen genügend an! Zudem möchte ich eine Kuschelhöhle aus Fleeceresten nähen. Die soll dann ein paar Tage von den Schweinchen genutzt werden, damit sie schön „duftet“. Das ist jetzt der neue Plan. Mal sehen, ob es was bringt…

Vielleicht war den Hummeln der „neue“ Geruch nicht geheuer? Ich mag zum Beispiel den Geruch von neuen Autos nicht, da wird mir übel – vielleicht ging es den Hummel-Ladies ähnlich? :-)

Falls jemand noch einen heißen Tipp für mich hat – immer her damit. Ich halte euch auf dem Laufenden, ob mein neuer Plan von Erfolg gekrönt ist – Daumen drücken…

9 Gedanken zu „Mein Hummelnistkasten – ich gebe nicht auf“

  1. Bei mir leben Hummeln in einem alten Weinfass, auf dem Blumenschalen stehen. Sie fliegen durch das Spundloch ein und aus. Auch Löcher im Mörtel einer Bruchsteinmauer sind bewohnt (von wem?). Ein morscher, hohler Baumstumpf – wir haben beim Fällen etwa eineinhalb Meter Stamm stehen gelassen – hat sich zum Insektenparadies entwickelt. Ich habe auch immer wieder Hummeln beobachtet, die in Erdlöchern verschwunden sind – ich kenne mich mit den Arten nicht genau aus. Ich habe keine Hummeln, Wildbienen und Co angesiedelt, sie haben sich von selbst eingefunden. Offenbar gibt es genug einladende, wilde Ecken. Ich denke auch, dass Dein Kasten samt Inhalt zu neu war und würde ihn einfach stehen lassen. Auf Deine Erfahrungen mit Meerschweinchen-Gerüchen bin ich neugierig.

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    1. Wow, das klingt ja nach einem Wildbienen-Paradies bei Dir! 😍
      Wir wollen den Garten neu gestalten und dabei möchte ich den Anteil an „Insektenfutter“ bei den Pflanzen noch weiter erhöhen. Mal sehen, was passiert. Ich werde berichten 😊

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  2. Irgendwie haben die Tiere ihren eigenen Kopf. Mein Insektenhotel hing 4Jahre unbeachtet herum und wurde letztes Frühjahr dann erst von Wildbienen, dann von Wespen gestürmt.
    Ich würde dem Hummelkasten einen schönen Platz geben und ihn einfach stehen lassen. Vielleicht war er wirklich noch zu neu und muss ein bisschen verwittern. Alternativ kannst Du ja auch noch eine von den Meerschweinchenhöhlen opfern. Vielleicht sind die den Hummeln vertrauter. Ich drücke die Daumen.

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    1. Dankeschön :) Deine Erfahrung gibt mir Hoffnung! Ich werde ihn auf jeden Fall wieder aufstellen. Das Kuriose ist ja, bevor ich den Hummelnistkasten hatte, hatte sich mal eine Hummel in einem alten Vogelnistkasten niedergelassen… man weiß nicht, was in den Tieren vor geht :)

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